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Stand · 01. August 2026
Übersicht / Tarifvertrag / Einzelhandel (ver.di)
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Worst-Case über 5 Regionen
Tarifvertrag-Familie

Einzelhandel (ver.di)

Hessen, Saarland, Baden-Württemberg: Eskalation: 2 Warnstreiks in den letzten 7 Tagen – unbefristeter Streik droht

Branche
Einzelhandel
Gewerkschaft
ver.di
Arbeitgeber
Handelsverband NRW
Regionen
5
Betroffene Bundesländer

Kräftig: Bundesländer der Regionen mit aktuellem Konflikt · abgeschwächt: grundsätzlich möglich, derzeit kein akuter Konflikt

Aktuelle Streiklage

Chronologische Liste der relevanten Ereignisse rund um Streik und Friedenspflicht, automatisch aus Pressemitteilungen zusammengefasst. Beta – gelegentliche Fehl-Klassifikationen möglich.

  1. „Arbeitskämpfe: Warnstreiks im Einzel- und Großhandel angelaufen"

  2. „Streiks im hessischen Einzelhandel am Freitag"

  3. „Arbeitskämpfe: Erneut Warnstreiks im Einzel- und Großhandel angekündigt"

  4. „Streiks im hessischen Einzelhandel am Freitag"

  5. ver.di ruft zum Streik im Einzelhandel in Niedersachsen und Bremen am 30. Juli auf

    Am 30. Juli 2026 findet ein ganztägiger Streik im Einzelhandel in Hannover statt, betroffen sind über 20 Betriebe von EDEKA, REWE, Kaufland, IKEA, H&M, KIND und Connox. ver.di fordert 7 Prozent mehr Lohn, mindestens 225 Euro, sowie einen Mindeststundenlohn von 14,90 Euro. Die Arbeitgeber lehnen angemessene Angebote ab, KIND und Connox weigern sich bisher komplett zu verhandeln.

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  6. Tarifeinigung im Großhandel NRW erhöht Druck auf Einzelhandel

    Am 23. Juli 2026 wurde eine Tarifeinigung für den Groß- und Außenhandel in NRW erzielt, mit 5 % Entgelterhöhung in zwei Stufen. ver.di fordert nun, dass Arbeitgeber im Einzelhandel am 26. August 2026 ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. Die Einigung steht noch unter Erklärungsfrist.

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  7. ver.di und CinemaxX erzielen Tarifabschluss nach Verhandlungen

    Am 14. Juli 2026 einigten sich ver.di und die Kinokette CinemaxX in Hamburg auf ein umfassendes Tarifergebnis. Die Gehälter steigen ab 1. August 2026 in drei Stufen um durchschnittlich 10,3 Prozent, der TV gilt bis 31. Mai 2028. Das Ergebnis steht noch unter Zustimmungsvorbehalt.

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  8. Arbeitgeber im bayerischen Einzelhandel sagen Tarifverhandlungen ab

    Die Arbeitgeber im Einzel- und Versandhandel Bayern haben die für den 20. Juli 2026 geplanten Tarifverhandlungen abgesagt. ver.di kritisiert dies als beschäftigtenfeindliche Aktion und kündigt an, die Streiks auszuweiten. Ziel der Arbeitgeber sei ein tariflicher Abschluss zulasten der Beschäftigten.

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  9. ver.di-Streik bei CinemaxX während dritter Tarifverhandlungsrunde

    Am 13. Juli 2026 begleiteten Streiks und Kundgebungen die dritte Tarifverhandlungsrunde zwischen ver.di und CinemaxX in Hamburg. Die Gewerkschaft kritisiert das unzureichende Angebot des Kinobetreibers, das bei Löhnen und Arbeitsbedingungen hinter branchenüblichen Abschlüssen zurückbleibt. Die Verhandlungen werden am Folgetag fortgesetzt.

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  10. Arbeitgeber verweigern Verhandlungen im Einzelhandel Rheinland-Pfalz/Saarland

    Der Arbeitgeberverband im Einzel- und Versandhandel hat die für Mitte und Ende Juli geplanten Tarifverhandlungen in Rheinland-Pfalz und Saarland abgesagt. ver.di kritisiert das Angebot als unzureichend und sozialpolitischen Skandal, da Erhöhungen teilweise unter dem künftigen Mindestlohn liegen. Die Tarifkommission lehnte das Angebot ab, Verhandlungen wurden vom Arbeitgeber blockiert.

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  11. „Warnstreiks im Einzelhandel: Beschäftigte von Kaufland, H&M, Ikea und Co. legen Arbeit nieder"

  12. „In sieben Städten: Neue Warnstreiks im Handel angekündigt"

  13. „Streik: Ver.di ruft zu bundesweitem Ausstand im Handel auf"

  14. „Streiks im NRW-Handel: Welche Auswirkungen für Kunden"

  15. ver.di ruft für 3. Juli 2026 zu bundesweitem Warnstreik im Einzelhandel auf

    ver.di ruft für Freitag, den 3. Juli 2026, zu bundesweiten Warnstreiks im Einzelhandel auf. Zentrale Kundgebungen finden in Dortmund, Berlin und Wiesbaden statt. Die Gewerkschaft kritisiert das ausbleibende Angebot der Arbeitgeber nach über 25 Verhandlungsrunden.

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  16. ver.di ruft zum Warnstreik im NRW-Einzelhandel auf – Kundgebung in Dortmund

    Nach der ergebnislosen vierten Verhandlungsrunde ruft ver.di NRW Beschäftigte des Einzel- und Großhandels für den 3. Juli 2026 zu Warnstreiks auf. Höhepunkt ist eine zentrale Streikversammlung in Dortmund. Die Arbeitgeber hatten lediglich ein geringfügig verbessertes Angebot vorgelegt, das ver.di als unzureichend ablehnt.

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Ältere Meldungen anzeigen (42)
  1. Tarifrunde CinemaxX: ver.di und Kinokette einigen sich erneut nicht

    In der zweiten Tarifverhandlungsrunde am 30. Juni 2026 blieb eine Einigung zwischen ver.di und CinemaxX aus. Die Gewerkschaft fordert einen Einstiegslohn von 15,80 Euro, das Unternehmen bot 14,00 Euro. Die nächste Runde findet am 14. Juli 2026 in Hamburg statt.

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  2. ver.di ruft Beschäftigte im Pharmagroßhandel Niedersachsen/Bremen zum Streik auf

    Am 1. Juli 2026 streiken Beschäftigte von GEHE, Phoenix und AHD in Delmenhorst, Oldenburg, Bremen und Harsum. Grund ist die laufende Tarifrunde Groß- und Außenhandel, in der ver.di 7 Prozent mehr Lohn fordert. Die Arbeitgeber bieten laut ver.di zu wenig an.

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  3. ver.di ruft zum Warnstreik im Einzelhandel in Niedersachsen und Bremen auf

    ver.di ruft Beschäftigte im Einzel- und Großhandel für den 03. Juli 2026 zu Warnstreiks in Oldenburg, Braunschweig und Hannover auf. Die Aktionen sollen Druck in den laufenden Tarifverhandlungen aufbauen. Es finden Kundgebungen und Demonstrationen mit Beteiligung von Handelsbeschäftigten und politischen Vertreter*innen statt.

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  4. ver.di kündigt Intensivierung der Warnstreiks im NRW-Einzelhandel an

    Die vierte Tarifverhandlung für die rund 700.000 Beschäftigten im Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen am 30. Juni 2026 in Düsseldorf blieb ohne Einigung. Die Arbeitgeber boten zwei moderate Erhöhungen nach mehreren Nullmonaten an, ver.di lehnte dies ab und kündigte an, die Warnstreiks in den kommenden Wochen auszuweiten und zu intensivieren.

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  5. ver.di-Warnstreik bei Kaufland: Tausende streiken bundesweit für höhere Löhne

    Am 25. Juni 2026 rief ver.di tausende Kaufland-Beschäftigte zu bundesweiten Warnstreiks auf, mit Schwerpunkt in Ostdeutschland. Die Gewerkschaft fordert 7 Prozent mehr Lohn oder mindestens 225 Euro monatlich. Die Tarifverhandlungen mit Kaufland laufen weiter, nächste Termine am 26. Juni.

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  6. „Verdi ruft Berliner Ikea-Beschäftigte am Freitag zu Warnstreik auf"

  7. „Einzelhandel: Ver.di will mehr als die Hälfte der Ikea-Filialen bestreiken"

  8. „Gewerkschaft fordert höhere Löhne: Verdi ruft zu weiterem Warnstreik im Berliner Einzelhandel auf"

  9. „Sechs NRW-Filialen betroffen: Streik bei IKEA am Freitag"

  10. „Tarifverhandlungen: Verdi will mehr als die Hälfte der Ikea-Filialen bestreiken"

  11. ver.di ruft Ikea-Beschäftigte zu bundesweiten Warnstreiks auf

    Am 19. Juni 2026 legen Beschäftigte von Ikea in über der Hälfte der deutschen Filialen die Arbeit nieder. Der Warnstreik ist Teil der laufenden Tarifrunde im Einzelhandel, in der ver.di sieben Prozent mehr Lohn fordert. Die Gewerkschaft kritisiert Ikea für Personalabbau trotz Rekordumsätzen.

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  12. „Streik bei Primark, H&M und Ikea: Proteste von Beschäftigten im Einzelhandel"

  13. „Streik bei Rewe, Primark, Ikea und H&M am Freitag und Samstag"

  14. „Streik bei Rewe, Primark, Ikea und H&M läuft auch am Samstag noch"

  15. „Tarife: Beschäftigte im Handel legen erneut Arbeit nieder"

  16. „Tarifstreik im Groß- und Einzelhandel"

  17. „Tarifverhandlungen bei Verdi: Warnstreik im Einzelhandel und Großhandel in Berlin"

  18. „Verdi-Aufruf: Zahlreiche Händler in Bochum streiken"

  19. „Video: Beschäftigte im Einzelhandel streiken in Erfurt"

  20. „Streik bei Rewe, Primark, Ikea und H&M am Freitag und Samstag"

  21. „Video: Verdi erhöht mit Warnstreiks Druck auf Arbeitgeber im Handel"

  22. ver.di weitet Streiks im Einzelhandel auf Donnerstag und Freitag aus

    ver.di ruft bundesweit zu Streiks im Einzel- und Großhandel am 4. und 5. Juni 2026 auf. Große Kundgebungen sind in Kiel, Erfurt, Berlin, Bochum und Saarbrücken geplant. Die Gewerkschaft fordert eine Entgelterhöhung von 7 Prozent oder mindestens 225 Euro monatlich, nachdem Arbeitgeber nur geringe, inflationsunterlegene Angebote vorgelegt haben.

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  23. „Warnstreiks im Handel am Samstag in mehreren Städten im Land"

  24. „Streik bei Rewe, Ikea und H&M: Mehrere hundert Mitarbeiter bei Kundgebungen"

  25. „ver.di ruft zu Warnstreiks im Einzelhandel auf: Diese Läden sind Freitag betroffen"

  26. „Verdi erneut zu Streiks im Handel auf: Rewe, Ikea und H&M betroffen"

  27. „Verdi ruft für Freitag erneut zu Warnstreiks im Handel auf"

  28. „Am Brückentag: Warnstreiks bei Kaufland, Rewe und Co."

  29. „Tarifverhandlungen: Warnstreiks im Handel: Keine Folgen für Kunden erwartet"

  30. ver.di-Warnstreik im Einzelhandel: Über 5.000 Beschäftigte streiken bundesweit

    Am 15. Mai 2026 beteiligten sich über 5.000 Beschäftigte des Einzelhandels an bundesweiten Warnstreiks in Berlin-Brandenburg, Bayern, Baden-Württemberg, NRW, Hessen und Hamburg. Zentrale Kundgebungen fanden in Hamburg, Stuttgart, Frankfurt und Dortmund statt. ver.di kritisiert das niedrige Arbeitgeberangebot als Eskalation und fordert ein verhandlungsfähiges Angebot.

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  31. „Verdi-Streik bei Rewe, Kaufland und Co. am Brückentag"

  32. „Verdi-Streik im Einzelhandel: Rewe, Penny, Ikea und Co. betroffen"

  33. „In diesen Städten in BW sind Warnstreiks im Einzelhandel geplant"

  34. „Streiks am Freitag im Einzelhandel auch in NRW"

  35. „Tarifverhandlungen: Verdi ruft zu bundesweiten Warnstreiks im Handel auf"

  36. ver.di startet bundesweite Streiks im Einzelhandel nach vergiftetem Arbeitgeberangebot

    Nach ablehnenden Arbeitgeberangeboten in Hamburg und NRW mit nur 3,5 Prozent in 24 Monaten ruft ver.di für den 15. Mai 2026 bundesweite Streiks im Einzelhandel aus. Streikkundgebungen finden u. a. in Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und Dortmund statt. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 18. Mai angesetzt.

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  37. „Verdi ruft für Freitag zu Warnstreiks im Handel auf"

  38. ver.di fordert 7 Prozent mehr Lohn im Einzelhandel

    Kurz vor Beginn der Tarifverhandlungen im Einzel- und Großhandel hat ver.di eine tabellenwirksame Lohnerhöhung von 7 Prozent mit zwölfmonatiger Laufzeit gefordert. Die Verhandlungen starten am 17. April 2026 in NRW und Baden-Württemberg. Einmalzahlungen lehnt die Gewerkschaft ab.

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  39. ver.di und Cinestar erzielen Tarifeinigung mit Lohnplus bis zu 12 Prozent

    In der vierten Verhandlungsrunde wurde am 15. April 2026 eine Tarifeinigung bei der Kinokette Cinestar erzielt. Die rund 3.000 Beschäftigten erhalten rückwirkend ab 1. März 2026 Lohnerhöhungen in drei Stufen von bis zu 11,7 Prozent sowie eine erhöhte Jahressonderzahlung. Der Tarifvertrag läuft bis Ende 2027.

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  40. ver.di-Streiks bei CineStar wirken – neues Angebot unzureichend

    Nach monatelangen Streiks legt CineStar ein verbessertes Tarifangebot vor, das ver.di als unzureichend bewertet. Die Tarifkommission berät über weiteres Vorgehen. Der nächste Verhandlungstermin am 14. April 2026 in Hamburg könnte Streikfortsetzung nach sich ziehen.

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  41. ver.di und UCI einigen sich auf Tarifabschluss für Kinos

    Nach der dritten Verhandlungsrunde haben ver.di und UCI ein Tarifergebnis erzielt, das weitere Streiks in den UCI-Kinos abwendet. Die Gehälter steigen rückwirkend zum 1. Januar 2026 um insgesamt 6,8 Prozent in vier Stufen, die Jahressonderzahlung wird auf 1.000 Euro angehoben. Der Tarifvertrag läuft 24 Monate.

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  42. ver.di fordert deutliche Lohnerhöhungen im Einzelhandel

    Zum Auftakt der Tarifrunde 2026 hat ver.di für den Einzel- und Großhandel Forderungen nach Einkommenssteigerungen über der Inflation aufgestellt. Die Tarifverhandlungen sollen ab April 2026 beginnen. Ziel ist ein existenzsicherndes Einkommen und mehr Vollzeitstellen.

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Tarifvertrag und Verhandlungspartner

Der Einzelhandel ist mit rund 3 Millionen Beschäftigten eine der größten Branchen Deutschlands. Verhandelt wird regional – ein einheitlicher Bundes­tarifvertrag existiert nicht. Stattdessen gibt es mehrere Tarifgebiete, die jeweils eigene Verträge mit den regionalen Handelsverbänden (Mitglieder im Handelsverband Deutschland HDE) abschließen. Auf Gewerkschaftsseite verhandelt ver.di in allen Tarifgebieten – die Forderungen sind bundesweit abgestimmt, die Abschlüsse aber regional und zeitversetzt.

Die wichtigsten Tarifgebiete sind:

  • Nordrhein-Westfalen (rund 700.000 Beschäftigte)
  • Hessen, Saarland, Baden-Württemberg (rund 500.000)
  • Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, RLP, Bayern (kombiniert)
  • Berlin und Berlin-Osten
  • Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg

Worum es im aktuellen Tarifkonflikt geht

ver.di verhandelt mit den regionalen Handelsverbänden parallel, inhaltlich aber bundesweit abgestimmt. Klassische Forderungen sind Lohnerhöhungen oberhalb der Inflationsrate, ein Mindest­ stunden­lohn, mehr Vollzeit­beschäftigung sowie Eingruppierungs­ verbesserungen. Der Handelsverband HDE verweist regelmäßig auf den Druck der Online-Konkurrenz und schwache Konsum­stimmung.

Solange der jeweilige regionale Vertrag läuft, gilt dort Friedenspflicht – sobald er ausläuft, sind Warnstreiks zulässig. Konkrete Tarifgebiete, Verhandlungsstände und Streiktermine stehen im Block „Aktuelle Entwicklungen” oben oder auf den Detailseiten der einzelnen Tarifgebiete.

Wen ein Streik betrifft

Einzelhandels-Streiks treffen vor allem Supermärkte (Edeka, Rewe, Kaufland), Drogerien (dm, Rossmann), Möbelhändler (Ikea), und Modefilialen (H&M, Peek & Cloppenburg). Da Filialen nicht gleichzeitig dichtgemacht werden, sondern strategisch nach Streik­ beteiligung, bleibt die Wirkung für Kund:innen meist regional auf einzelne Standorte begrenzt – Versorgung ist nicht gefährdet.

Auswirkungen sind also lokal spürbar, aber selten flächen­ deckend. Wer im streikenden Markt nicht einkaufen kann, weicht in der Regel auf den nächsten aus.

Streikhistorie

Die Tarifrunden im Einzelhandel sind seit Jahren von langen Verhandlungs­zeiten und Warnstreik-Wellen geprägt:

  • 2019: Bundesweite Tarifrunde mit Streiks in mehreren Regionen, Abschluss erst im Herbst.
  • 2023: Tarifrunde mit besonders schwierigem Verlauf, mehrere Tarifgebiete einigten sich erst nach 12+ Monaten Verhandlung; einige Gebiete blieben zeitweise tariflos.

Wer regional vom Streik betroffen sein möchte, kann auf den Detailseiten dieser Familie nach Tarifgebiet schauen – oben geben wir die jeweils aktuelle Region-Ampel an. Aktuelle Pressemitteilungen von ver.di werden alle vier Stunden abgerufen und fließen oben in den Block „Aktuelle Entwicklungen” ein.

Hintergrundtext zuletzt geprüft: 2026-04-25 · prüfen

Regionen · 5

Der Tarifvertrag wird regional verhandelt. PILOT markiert den Pilotbezirk.

RegionTypAmpelLaufzeit-EndeLink
Hessen, Saarland, Baden-Württemberg tarifgebietRot31.3.2026
Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg tarifgebietOrange30.6.2026
Nordrhein-Westfalen bundeslandOrange30.9.2026
Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, RLP, Bayern tarifgebietOrange30.4.2026
Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen tarifgebietGelb31.5.2026

Zeitleiste

  1. 31.07.2026 verhandlung

    Streiks im hessischen Einzelhandel am Freitag

    Quelle
  2. 31.07.2026 verhandlung

    Arbeitskämpfe: Warnstreiks im Einzel- und Großhandel angelaufen

    Quelle
  3. 30.07.2026 verhandlung

    Streiks im hessischen Einzelhandel am Freitag

    Quelle
  4. 30.07.2026 verhandlung

    Arbeitskämpfe: Erneut Warnstreiks im Einzel- und Großhandel angekündigt

    Quelle
  5. 28.07.2026 verhandlung

    Lange Schlangen an der Supermarktkasse? ver.di fordert armutsfeste Tariflöhne im Handel und ruft zum Streik am 30. Juli auf

    Quelle
  6. 23.07.2026 abgeschlossen

    Tarifeinigung im Groß- und Außenhandel setzt Arbeitgeber im Einzelhandel unter Druck

    Quelle

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