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Stand · 17. September 2026
Übersicht / Tarifvertrag / TVöD-K – Krankenhäuser (Pflege, ver.di)
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TVöD-K – Krankenhäuser (Pflege, ver.di)

Bundesweit: Eskalation: 3 Warnstreiks in den letzten 7 Tagen – unbefristeter Streik droht

Branche
Krankenhäuser (kommunal, Pflege und nichtärztliches Personal)
Gewerkschaft
ver.di / dbb tarifunion
Arbeitgeber
VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände)
Regionen
1
Betroffene Bundesländer
Bundesweit – alle 16 Bundesländer Bundesland-Übersicht →

Aktuelle Streiklage

Chronologische Liste der relevanten Ereignisse rund um Streik und Friedenspflicht, automatisch aus Pressemitteilungen zusammengefasst. Beta – gelegentliche Fehl-Klassifikationen möglich.

  1. „Tarifverhandlungen: Pflegekräfte der Charité treten erneut in den Warnstreik"

  2. „Charité-Beschäftigte ab Donnerstag zum Streik aufgerufen"

  3. „Ausstand an Berliner Charité: Pflegekräfte wollen ab der Frühschicht am Donnerstag streiken"

  4. „Gericht entscheidet zu Notdienst: Pflegekräfte an Berliner Charité streiken für Entlastungstarifvertrag"

  5. „Pflegekräfte an der Berliner Charité beginnen dreitägigen Warnstreik"

Ältere Meldungen anzeigen (8)
  1. ver.di fordert Fortsetzung des Entlastungstarifvertrags an der Charité

    ver.di hat in der ersten Verhandlungsrunde am 15.07.2026 Forderungen zur Fortsetzung des Entlastungstarifvertrags an der Charité gestellt. Die Arbeitgeberin droht mit Stellenabbau, ver.di lehnt eine Absenkung tariflicher Standards ab. Nächste Verhandlungen finden am 30. Juli statt.

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  2. „Gewerkschaft ver.di sieht Tarifrunde bei Unikliniken vor schwerwiegender Eskalation"

  3. „Warnstreiks an Uniklinik in Ulm, Freiburg, Heidelberg und Tübingen - Einschränkungen erwartet"

  4. „Charité kündigt Entlastungstarifvertrag: Droht Pflegekräften bei Vivantes nun auch eine Verschlechterung?"

  5. „Verdi ruft zu erstem Warnstreik am Krankenhaus Templin auf"

  6. „Tarifkonflikt: Tarifstreit bei Vivantes-Tochterfirmen zieht sich weiter hin"

  7. „Warnstreik bei Hufeland-Kliniken in Nordthüringen"

  8. Tarifeinigung bei Sana-Kliniken: 6,5 Prozent mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen

    ver.di und Sana einigten sich in der Nacht zum 27. März 2026 auf eine Tariferhöhung von insgesamt 6,5 Prozent bis März 2028, verbunden mit höheren Zuschlägen und Ausbildungsverbesserungen. Die rund 8.000 Beschäftigten in 17 Kliniken werden bis 29. April 2026 zur Befragung aufgerufen. Die Tarifkommission empfiehlt die Annahme.

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Tarifvertrag und Verhandlungspartner

Der TVöD-K ist die Sparte des Tarifvertrags öffentlicher Dienst für kommunale Krankenhäuser. Er gilt für rund 750.000 Beschäftigte im nicht-ärztlichen Bereich – Pflege­fachkräfte, Pflegehelfer:innen, MTRA, Funktionsdienste, Reinigungs- und Service­personal, Verwaltung und Technik in kommunalen Klinik­ betrieben.

Verhandelt wird zwischen ver.di und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber­verbände (VKA). Die ärztlichen Beschäftigten an denselben Häusern haben einen eigenen Tarifvertrag (TV-Ärzte/VKA), der vom Marburger Bund verhandelt wird – diesen gibt es als eigene Familie hier auf streikwarner.de.

Worum es im aktuellen Tarifkonflikt geht

Der TVöD-K folgt der TVöD-Hauptrunde. Mit dem Abschluss vom 6. April 2025 gelten auch im Krankenhaus­bereich die allgemeinen Erhöhungen:

  • ab 1. April 2025: +3,0 Prozent, mindestens 110 Euro
  • ab 1. Mai 2026: weitere +2,8 Prozent
  • Laufzeit bis 31. März 2027

Während der Vertragslaufzeit gilt Friedenspflicht. Die nächste reguläre Tarifrunde startet voraussichtlich im Winter 2026/27.

Eigenständige TVöD-K-Tarifrunden zur Personal­bemessung und Entlastung in der Pflege wurden in den letzten Jahren in einzelnen Häusern (Charité, Vivantes, Universitätskliniken NRW) geführt; diese sind aber nicht Teil dieses Tarifvertrags und werden in eigenen Familien (sobald modelliert) abgebildet.

Wen ein Streik betrifft

Streiks im kommunalen Krankenhaus-Bereich treffen Patient:innen: geplante Operationen werden verschoben, Behandlungen müssen warten, in extremen Fällen werden ganze Stationen evakuiert. Die Notfall­ versorgung bleibt durch eine Notdienst­vereinbarung gesichert – Notaufnahme, Intensivstation und akute Versorgung laufen weiter, auch wenn das Personal streikt.

Anders als bei kirchlichen Häusern (Caritas, Diakonie – mit AVR-Recht, kein Streikrecht) und privaten Konzernen (Helios, Asklepios, Sana – eigene Tarifverträge) sind nur die kommunalen Krankenhäuser betroffen.

Streikhistorie

Pflege-Tarifkonflikte sind seit Jahren regelmäßig bundesweit sichtbar:

  • 2018: TVöD-Hauptrunde mit Pflege-spezifischen Verbesserungen.
  • 2021/2022: Eigenständige Tarifrunden für Entlastung in den Universitätskliniken NRW und in Berlin (Charité, Vivantes); mehr­ wöchige Streiks führten zu Tarifverträgen Entlastung.
  • 2023: TVöD-Hauptrunde mit Streikwellen in den Krankenhäusern.
  • 2025: Im Rahmen der TVöD-Hauptrunde wieder Warnstreiks; nach Schlichtung Einigung am 6. April 2025.

Solange der laufende Vertrag bis Ende März 2027 gilt, ist die Front ruhig. Bei einzelnen Häusern können aber unabhängig davon Konflikte um Personal­bemessung weitergehen – dort lohnt der Blick auf die jeweilige lokale Berichterstattung.

Hintergrundtext zuletzt geprüft: 2026-04-25 · prüfen

Regionen · 1

RegionTypAmpelLaufzeit-EndeLink
Bundesweit bundesweitRot31.3.2027

Zeitleiste

  1. 17.09.2026 verhandlung

    Tarifverhandlungen: Pflegekräfte der Charité treten erneut in den Warnstreik

    Quelle
  2. 16.09.2026 verhandlung

    Charité-Beschäftigte ab Donnerstag zum Streik aufgerufen

    Quelle
  3. 15.09.2026 verhandlung

    Ausstand an Berliner Charité: Pflegekräfte wollen ab der Frühschicht am Donnerstag streiken

    Quelle
  4. 02.09.2026 verhandlung

    Gericht entscheidet zu Notdienst: Pflegekräfte an Berliner Charité streiken für Entlastungstarifvertrag

    Quelle
  5. 15.07.2026 verhandlung

    Entlastungstarifvertrag an der Charité: gute Arbeitsbedingungen und gute Versorgung sichern statt Politik auf dem Rücken der Beschäftigten

    Quelle
  6. 21.05.2026 gescheitert

    Gewerkschaft ver.di sieht Tarifrunde bei Unikliniken vor schwerwiegender Eskalation

    Quelle

Quellen

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